Alles begann damit, dass ich im Internet zufällig auf eine HV Seite stieß und sofort davon fasziniert war, Hochspannungen zu erzeugen. Also beschloss ich, eine HV- Schaltung abzubauen. Dabei handelte es sich um eine Transistorgesteuerte Zeilentrafoschaltung die ungefähr 40KV erzeugte.
Ein paar Wochen später begann ich, meine erste Teslaspule zu bauen. Dabei handelte es sich um eine 1" Tesla mit 150mm Windungslänge, gewunden mit 0,15mm Kupferdraht. Der Tank-Cap bestand aus 12 WIMA FKP1 0,068µF/1250VDC Kondensatoren in Serie mit je einem 10MOhm Bleeding-Resistor. Daraus ergab sich ein Tank-Cap von 5,7nF bei 15000VDC. Als Stromversorgung verwendete ich den Zeilentrafo, für den der Kondensator jedoch zu groß war. Funkenstrecke war eine einfache Ein-Segmentstrecke, bestehend aus 2 Schrauben. Die Primärwindung bestand aus 12 Windungen 1,5mm² Kupferdraht. Bei dieser Version war das ganze Equipment extern und wurde über 4mm Buchsen angesteckt. Diese Konfiguration produzierte ungefähr 30mm Funken. Ein sehr schlechtes Ergebnis für die viele Arbeit.
Um die Spule kompakter zu machen, beschloss ich, den MMC-Kondensator und die Funkenstrecke einzubauen. Da die Frequenz sehr funkenstreckenabhängig war beschloss ich, die Funkenstrecke einstellbar zu bauen.
Ungefähr ein halbes Jahr später begann ich, das System etwas umzubauen. Das Gehäuse bestand jetzt aus einer runden Holzplatte mit 180mm Durchmesser, worauf die Primärwindung auf einer montiert war, die den gleichen Durchmesser hatte. Außerdem wurde die Spark-Gap luftdicht verschlossen, und noch eine zweite 4-Segment Funkenstrecke, die von 2 CPU-Lüftern gekühlt wird, gebaut, um die Geräuschentwicklung etwas einzudämmen. Jedoch wurde die 4-Segment-Gap nach dem Testlauf wieder ausgebaut. Der Tank-Cap wurde auf 2,2nF reduziert, wobei ich 10St. WIMA FKP1 0,022µF/1250VDC Kondenstoren verwendete, mit je 22MOhm Bleeding-Resistors, für einen MMC mit 2,2nF bei 12500VDC. Außerdem wurde eine neue Primärwicklung mit 2,8mm Kupferdraht und 10 Windungen gewickelt. Diese Konfiguration produzierte 40mm Funken. Mit diesem Ergebnis war ich überhaupt nicht zufrieden.
Nach einigen Monaten Sucherei fand ich drei Neontrafos mit 4000V/50mA, 4000V/50mA und 6000V/50mA. Ich verwendete den 6KV Neon anstatt des viel zu schwachen Zeilentrafos. Wegen der hohen Leistung baute ich eine neue Funkenstrecke aus 4 15mm Kupferrohren mit 3 Strecken.
Mit dieser Konfiguration erreichte ich die gewünschte Performance von 150mm (=Windungslänge!). Trotzdem versuche ich noch, die Funkenlänge etwas zu puschen.
Im Juni 2002 beschloss ich mit Hilfe eines Berechnungsprogramms die Spule genau abzustimmen. Dieses sagte mir dass ich lieber den alten 5,7nF verwenden sollte. Das tat ich dann auch. Als Spannungsversorgung verwendete ich vorerst noch den 6000V/50mA. Um die Funken noch länger zu machen ersetzte ich diesen mit zwei 4000V/50mA Neons in Serie. Diese Konfiguration überstieg all meine Erwartungen, da die Funkenlänge auf 250mm anstieg. (>1.5*Windungslänge).
Am 01.07.2002 erhöhte ich den Topload um 6pF und setzte ihn 100mm höher, sodass die Funken nicht auf die Primärwindung springen konnten (Was sie aber anschließend doch taten). Dieser Setup brachte noch einmal 50mm mehr, außerdem wurden die Funken stärker, sodass sie beim Kontakt mit einem geerdeten Objekt weiß wurden. Jedoch musste ich den MMC ausbauen und 200mm von der Spule entfernt wieder anschließen, da überall blaue, dicke Funken zwischen den einzelnen Komponenten übersprangen. Auch wenn ich mit dieser Konfiguration eine immense Funkenlänge von 300mm (das ist die doppelte Windungslänge!!!!!!!) erzielte, so fand ich doch, dass 300mm für eine 1Zoll Spule etwas zu viel sind. Als am selben Tag dann auch noch die Secondary abbrannte, beschloss ich, wieder zu 2,2nF zurückzukehren, diese aber mit 8KV zu betreiben.